Endlich straffe Beine

Die besten Therapien gegen Cellulite

Wie die neuen Methoden wirken und für welchen „Dellen“-Typ welches Treatment geeignet ist.

Willkommen im Sommer! Eine gute Zeit sich intensiver der Pflege des Gewebes zu widmen. 90 Prozent der Frauen über 20 haben die eine oder andere Delle an Po und Oberschenkel. Und laut Studie wünschen sich 85 Prozent davon, ihr Hautbild verbessern zu können. Immer neuere Forschungs-Erkenntnisse über Cellulite und damit immer neuere Methoden der ästhetischen Medizin lassen diesen Wunsch nun immer öfter in Erfüllung gehen. Experten verraten, welche Treatments besonders wirksam sind. Plus: welcher Dellen-Typ damit besonders gute Erfolge erzielt.

Typ 1: Kollagenbetonte Cellulite

Bei jenen Formen der Cellulite, bei denen vor allem eine Veränderung des umgebenden Bindegewebes (kollagene Fasern) stattfindet, ist eine Umstrukturierung dieser Bindegewebsfasern durch Cellfina Behandlungen und Enzyme sinnvoll.

Typ 2: Fettbetonte

Diese Form ist vor allem durch starke Einlagerungen von Fettzellen dominiert. Dies kann durch Übergewicht oder genetisch bedingt sein und erfordert Fett-abbauende Therapien (z. B. Fettwegspritze).

Typ 3: Wasserbetonte

Eine weitere Form ist meist bei sehr mageren Patientinnen zu finden – bei Frauen, bei denen nicht die Fettzelle das Erscheinungsbild dominiert, sondern eine starke Wassereinlagerung, bzw. Fibrosierung der Bindegewebsstränge. Hier empfiehlt sich neben Spezialenzymen auch Lymphdrainage, Vacustyler, Wickelmethoden. Bei starken Wassereinlagerungen in den Beinen ist es wichtig, zum Facharzt zu gehen und das Herz sowie das Venen- und Lymphsystem kontrollieren zu lassen.

Faktor Lifestyle:

Bewegungsmangel und Übergewicht können die Durchblutung stören und Cellulite begünstigen. In diesen Fällen können Bewegung, durchblutungsfördernde Wickel oder Cremen zu einer vorübergehenden Verbesserung führen. Schlechte Ernährung und Genussmittelkonsum beschleunigen den Abbau der Kollagenfasern, sorgen für Übersäuerung und u. a. für Einlagerungen im Gewebe. Stoßwelle und Radiofrequenz verbessern das Hautbild.

Cellulite ist nicht gleich Cellulite

Was die modernen Methoden so effizient macht, ist das neue Wissen, das Cellulite ist nicht gleich Cellulite ist. Dem aktuellen Stand der Forschung zufolge unterscheidet die Medizin drei unterschiedliche Formen. „So lassen sich Hautunebenheiten an Beinen und Po meist auf eine Veränderung des umgebenden Bindegewebes, auf starke Einlagerung von Fettzellen oder Wassereinlagerungen bzw. auf die Fibrosierung (Anm.: verstärkte Ablagerung) der Bindegewebsstränge zurückführen“, erklärt Dermatologin Dr. Sabine Schwarz. „Je nach individueller Ursache wählt der Mediziner die geeignetste Therapieform.“

Entschlackende Stoßwellen

Geeignet für:
leichte Ausprägungen – Einlagerungen und Verklebungen.

So geht’s:

Schallwellen werden in betroffene Körperzonen geleitet, verklebte Schichten (Faszien, Muskeln, Fettgewebe) getrennt – Schlacken werden gelöst und abtransportiert.

Wirkung

Nach der 4. Behandlung sind deutliche Unterschiede bemerkbar. Nach einem Behandlungszyklus ist der Cellulitegrad in der Regel um ein bis zwei Grade reduziert. Ergebnis: dauerhaft, sofern man nicht alte Lebensgewohnheiten aufnimmt.

Behandlungen & Kosten
6–10 Sitzungen (Dauer ca. 40 Min.) empfohlen. Ab 100 Euro/Sitzung.

Straffung durch Radiofrequenz

Geeignet für
Leichte Ausprägungen und zur Unterstützung bei schlaffem Gewebe. Bei einer leichten Form der Cellulite ist die Ursache oft der schlechte Hauttonus. Vor allem für Frauen 50+ sehr geeignet.

So geht’s
Der FRACTORA-BodyFX-Behandlungsapplikator gleitet auf einem Gelfilm sanft über die Haut und erhitzt alle dermalen Schichten bis maximal 43 Grad.

Wirkung
Die Kollagenfasern werden stimuliert. Die Durchblutung wird angeregt und die Haut wird mit neuen Nährstoffen angereichert. Die Cellulite verschwindet nach ca. 8 bis 10 Wochen.

Behandlungen & Kosten
1 Behandlung, ab 850 Euro.

Cellfina-Methode

Geeignet für
Frauen, die an kollagenbedingter struktureller Cellulite leiden. Tolle Ergebnisse auch bei der starken Ausprägungen.

So geht’s
Ein bewegliches Mikroskalpell wird an den betäubten Stellen durch die Hautoberfläche ins Gewebe eingebracht und durchschneidet fächerförmig die zusammengezogenen Gewebefasern. Gewebsbänder werden dauerhaft durchtrennt, Vertiefungen beseitigt.

Wirkung
Ergebnis ist sofort sichtbar. Keine Ausfallzeit. Eine einzige Behandlung kann das Erscheinungsbild von Cellulite für mehrere Jahre signifikant verbessern.

Behandlungen & Kosten
1 Behandlung (60–90 Min.), ab 2.900 Euro.

Die neue Fett-Weg-Spritze

Geeignet für
Effizient bei fettbedingter Orangenhaut und zeigt gute Ergebnisse bei den zwei weiteren Formen (kollagen- und wasserbetont).

So geht’s
Fett, Bindegewebsstränge und Wassereinlagerungen werden durch drei spezielle Enzyme, die mit einer feinen Nadel in die betroffenen Stellen injiziert werden, abgebaut.

Wirkung
Die Besonderheit: Eine neue, hormonunabhängige Lipase (Fett spaltendes Enzym) greift nun auch jene Fettzellen an, die hormonbedingt entstanden sind.

Behandlungen & Kosten
1–6 Behandlung à ca. 250 Euro.

Methoden im Überblick

Ist die Cellulite genetisch, sorgen meist zusammengezogene Kollegenfasern für Vertiefungen an der Hautoberfläche. „Ist dies der Fall, spricht man von einer kollagenbetonten Cellulite – jener Form, die auch überdurchschnittlich sportliche Frauen häufig beklagen“, weiß Dr. Rolf Bartsch, FA für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie. ­Abhilfe verspricht Cellfina, eine aus den USA stammende minimalinvasive Behandlungsmethode, bei der die Kollagenfasern unter lokaler Betäubung mit einem Mikroskalpell durchtrennt werden. Eine weitere hocheffiziente Methode bei – vor allem fettbedingter Cellulite – ist eine neuartige Form der Fett-weg-Spritze. „Das Besondere an dieser Behandlung“, so Dr. Schwarz, „ist eine neu entwickelte Lipase. Darunter versteht man ein fettspaltendes Enzym, das erstmals hormonunabhängig agiert und daher Fettzellen angreift, die durch Hormone wie Insulin und Adrenalin bedingt sind – also das Fett rund um den Uterus.“ Zwei weitere erst kürzlich entwickelte Enzyme sorgen zudem für den Abbau von unerwünschten Bindegewebssträngen sowie die Eliminierung von Wassereinlagerungen.“  
Zur Unterstützung respektive bei nur leicht ausgeprägten Unebenheiten empfehlen Mediziner den Einsatz von Stoßwellen und Radiofrequenz. „Bei einer leichten Form“, so Dr. Niko Redtenbacher, „ist die Ursache oft der schlechte Hauttonus. Haut verliert an Kollagen und somit an Elastizität. Folge: eine schlaffe Haut, welche die Dellen zum Vorschein bringt. Radiofrequenz stimuliert die Fasern“. Mittels Stoßwelle/Schallwelle können zusätzlich Verklebungen und Schlacken gelöst und abtransportiert werden.

Hirse

ist ein Kraftpaket an Mineralstoffen und Spurenelementen. Es enthält neben Magnesium, Kalium und Eisen vor allem Kieselsäure. Diese wirkt sich positiv auf die Gewebsbildung aus.

Brokkoli

Vitamin C ist an der Kollagenbildung beteiligt und daher förderlich für ein gutes und festes Bindegewebe. Wahre Vitamin-C-Bomben sind Kohlgemüse wie Brokkoli, rote Paprika oder Sanddorn.

Reis

entwässert, macht lange satt und steckt voller B-Vitamine, welche wichtig für den Stoffwechsel sind.

Kürbiskerne

sind reich an Magnesium und versorgen gleichzeitig mit Eisen. Das enthaltene Öl ist reich an Vitamin E, das aufgrund seiner antioxidativen Wirkung besonders wertvoll ist. Und die dunkle Farbe weist auf Carotinoide, die für den Schutz der Haut vor Sonneneinstrahlung hilfreich sind.

Nüsse

sind gute Lieferanten des Mineralstoffes Selen. Dieses hilft, das Bindegewebe vor Schadstoffen zu schützen.

Fisch

enthält leicht verdauliches, gut sättigendes Protein, welches leicht bekömmlich ist.

Gurke

besteht zu fast 90% nur aus Wasser und hat kaum Kalorien und ist daher ideal, um den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen.

Der Faktor Lifestyle

Straffende Lebensmittel wie Hirse und regelmäßige Bewegung unterstützen im Kampf gegen die Dellen und sorgen dafür, dass unsere Haut nachhaltig glatt bleibt. Schönen Sommer!

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