Schon gewusst?

Darum knurrt der Magen wenn wir Hunger haben

Kennen Sie das Knurren? Wir haben nachgeforscht, was es auslöst

Im stressigen Alltag kann es leicht passieren, dass wir aufs Essen vergessen. Doch unser Magen ist nicht vergesslich und meldet seinen Protest: mit einem Knurren.

Knurrende Erinnerung
Das typische Knurr-Geräusch, das der Magen von sich gibt, wenn er einige Zeit nichts zu essen bekommen hat, ist medizinisch zu erklären. Ist der Magen leer, dann entsteht ein Hohlraum, in dem sich nur Luft sammelt. Durch die ständige Bewegung und Kontraktionen des Magen-Darm-Trakts wird die angesammelte Luft bewegt und erzeugt das Knurr-Geräusch. Je mehr Luft vorhanden ist, also je länger die letzte Mahlzeit zurück liegt, desto lauter ertönt das Knurren.

Auch Verdauungsprobleme können Mitschuld an Geräuschen aus dem Magen-Darm-Bereich sein. Wenn es dazu noch zwickt und zwackt dann läuft etwas nicht so, wie es sollte. Mit diesen Tipps bleibt Ihr Darm gesund:

1. Mehr Ballaststoffe

Sie helfen nicht nur bei Durchfällen und
Verstopfung, sondern beugen auch der Entstehung von Divertikeln vor, die sich entzünden und bluten können.

2. Mehr Bitterstoffe

Sie regen die Verdauung an und wirken positiv auf die Produktion von Verdauungssäften. Greifen Sie bei Rucola,
Artischocken, Chicorée oder auch Grapefruits zu.

3. Kleine Mahlzeiten

Regelmäßige und mehrere kleine Mahlzeiten helfen, den Verdauungsapparat zu entlasten.

4. Fast Food meiden

Setzen Sie auf frische unverarbeitete Speisen  und versuchen Sie, Fertigprodukte zu meiden. Stichwort:
Clean Eating.

5. Ingwertee

Bei Völlegefühl oder Übelkeit. So geht’s: Ein daumengroßes Stück Ingwer mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Die Tasse nach einer Mahlzeit schluckweise trinken.

6. Schonende Zubereitung

Zu bevorzugen sind gedünstete, gebratene oder gekochte Lebensmittel. Zu fettige Speisen (Frittiertes) können belastend auf die Verdauung wirken.

7. Achtung bei Medikamenten

Müssen Sie Medikamente einnehmen, gilt es, den Beipackzettel zu lesen, ob Verdauungsprobleme mögliche Nebenwirkungen sein können.

8. Viel Wärme

Bei Bauchkrämpfen helfen Wärme­flaschen und -kissen. Die Wärme hilft,
den Darm zu entspannen. Zudem wirkt Wärme durchblutungsfördernd und bringt den Darm in Schwung.

9. Ausreichend Trinken

Generell gilt: 2 Liter pro Tag (am besten Wasser oder Tee) sorgen für einen
geschmeidigen Darm. Bei Durchfällen ist klare Gemüsesuppe gut geeignet – führt zusätzlich verlorene Elektrolyte zu.

10. Langsam essen

Legen Sie Ihr Besteck bewusst zur Seite und essen Sie erst weiter, nachdem Sie gut gekaut und geschluckt haben.

11. Alltagsbewegung

Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf die Darmbewegung aus und wirkt Darmträgheit und Verstopfung entgegen. Auch nach OPs sollten Patienten zum frühestmöglichen Zeitpunkt das Bett verlassen. Tipp: Bereits ein täglicher „Verdauungsspaziergang“ von 30 Minuten steigert das Wohlbefinden.

12. Bewegung nach dem Essen

Faustregel: 1.000 Schritte nach dem Essen anstatt direkt auf die Couch – fördert die Verdauung und beugt Refluxbeschwerden vor.

13. Gut gekaut ist halb verdaut

Durch bewusstes Kauen beginnt der Verdauungsprozess bereits im Mund. Weitere Verdauungsschritte werden so entlastet, Verdauungsproblemen vorgebeugt.

14. Stress vermeiden

Die Gastritis ist oft hausgemacht – Stress aller Art gilt es zu vermeiden. Ebenso wie übermäßigen Konsum von Zigaretten, Kaffee, Energydrinks und Medikamenten. Auto­genes Training hilft zu entspannen und beim Entwöhnungsprozess.

15. Geregelter Rhythmus

Trotz Alltagsstress sollte ein geregelter Toilettengang festgelegt sein – zwischendurch geht meist gar nichts. Durch Unregelmäßigkeit ­entsteht ein Kreislauf, der sich oft nur schwer durchbrechen lässt. Die Folge: Verstopfungen, die wiederum zu proktologischen Krankheitsbildern führen können.

16. Schnelle Hilfe bei Verstopfung

Obstipation kann zu Einrissen der Afterschleimhaut führen. Damit es nicht so weit kommt: ein Glas warmes Wasser, Flohsamen (s. auch Tipp 24), getrocknete Zwetschken und Magnesium (als Granulat) täglich am Morgen zuführen.

17. Arztbesuch

Symptome wie Blut oder Schleim im Stuhl, starke Schmerzen und Durchfälle gehören immer in die Hände eines Spezialisten. Die notwendigen Untersuchungen können bei mir in der Ordination rasch und mit der nötigen Diskretion und dem nötigen Feingefühl durchgeführt werden. Oft kann gleich eine Diagnose gestellt und die ­Therapie eingeleitet werden.

18. Regelmäßige Vorsorge

Auch wenn keine Beschwerden bestehen: Gehen Sie ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig zum Darmspezialisten.  Wenn Sie vorbelastet sind, dann früher.

19. Auf den Körper hören

Seien Sie ruhig mal etwas „egoistischer“ und hören Sie auf die Signale Ihres Körpers! Wer sich selbst kennt, weiß, wenn etwas nicht stimmt.

20. Genießen

Frönen Sie dem Genuss. Kochen und genießen Sie mit Familie und Freunden. 

21. Teefasten

Bei akuten Durchfällen hilft Teefasten mit Fenchel- oder Kamillentee, ergänzt durch Reisschleim oder Haferschleim. Ebenfalls wirksam: Karottensuppe. Bei größeren Flüssigkeitsverlusten auf die Zufuhr von Salz und Elektrolyten achten.

22. Bauchmassage

Bei Krämpfen und Verstopfungen bieten sich Bauchmassagen im Uhrzeigersinn an. Die ­regelmäßige Anwendung von Kaltwasserklistieren regt die Darmtätigkeit zusätzlich an.

23. Darm geschmeidig halten

Pfarrer Kneipp rät: Reichlich trinken. Ebenso hilfreich für eine gute Darmtätigkeit sind kalte Kniegüsse nach Pfarrer Kneipp oder Reibesitzbäder.

24. Quellmittel zuführen

Besonders effektiv bei der Behandlung von Verstopfungen ist die Anwendung von Quellmitteln. Eingeweichter Leinsamen oder Flohsamen ist ein probates Mittel. Ein bis zwei Esslöffel abends einweichen und morgens unzerkaut mit etwas Joghurt ­einnehmen – hält den Darm geschmeidig.

25. Homöopathie bei Durchfällen

Aus der homöopathischen Apotheke helfen Chamomolla D6, vor allem bei Kindern, Dulcamara D3, Ferrum metallicum D6 oder China D3 – alles in Form von Globuli oder Tropfen.

26. Noch ein tipp von Pfarrer Kneipp

2 EL Fenchelsamen, 2 EL Wacholderbeeren, 1 EL Foenum graecum und 1 EL Aloepulver aus der Apotheke – alle Zutaten zusammen zerstoßen und vermischen. Davon 1 TL in 250 ml Wasser für 15 Minuten köcheln lassen. Eine
Tasse täglich stärkt den Darm.

27. Homöopathie bei Verstopfungen

Altbewährte Mittel der Homöopathie bei Verstopfung sind Sulfur D12 2x5 Tropfen, Graphites D12 3x5 Tropfen oder Staphisagria D6 3x5 Tropfen.

28. F.X. Mayr

Sind Beschwerden chronisch, ist die Kur nach F.X. Mayr das Richtige. Man lernt wieder richtig zu kauen, lernt das normale Sättigungsgefühl und den Eigengeschmack der Speisen wieder kennen.

29. Warme Packungen

Feuchtwarme Umschläge lindern leichte Beschwerden.

30. Lauwarmer Einlauf

hilft bei kurzzeitiger Verstopfung.

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