Gesundes Handgepäck

Darum sollten Sie einen Tennisball ins Flugzeug mitnehmen

Warum der kleine Ball unbedingt Ihr Reisebegleiter werden sollte.

Vor allem Langstreckenflüge sind eine große Belastung für unseren Körper. Das lange Sitzen und die angewinkelten Beine sind nicht nur unangenehm, sondern lassen auch das Blut in den Venen stocken. Im schlimmsten Fall kann auf diese Weise eine Thrombose entstehen. Daher wird geraten, beim Flug regelmäßig aufzustehen, viel Wasser zu trinken und die Beine zu bewegen. Die wenigsten wissen jedoch, dass auch ein einfacher Tennisball im Flugzeug wichtige Dienste leisten könnte. Der Orthopäde Ali Ghoz empfiehlt sogar, diesen bei jeder Flugreise ins Handgepäck zu stecken.

Massage für unterwegs

Mit nur einem kleinen Ball können Sie den Körper massieren und somit die Blutzirkulation fördern. Der Tennisball kann ohne große Mühe auf den Boden gelegt werden, um die Füße durchzukneten. Dieser wird dabei auf die schmerzende oder verspannte Körperstelle gelegt und kreisförmig hin und her bewegt. Muskeln und Fasziengewebe werden gelockert und die Durchblutung gefördert. Massieren Sie von den Fußgelenken aufwärts, damit das Blut zum Herz zurückfließen kann.

1. Thrombose-Risiko

Durch die wenige Bewegung im Flugzeug sammelt sich das ganze Blut in den Beinen. Das stundenlange Sitzen auf engem Raum behindert den ungestörten Blutfluss, was die Entstehung von Blutgerinnseln fördert. Diese bilden sich meistens in den Beinvenen. Gefährlich wird es allerdings, wenn der Blutpfropfen in die Lunge wandert und zu einer lebensgefährlichen Lungenembolie führt. Verschiedene Maßnahmen können hier helfen, um dem entgegenzuwirken.

Maßnahmen:

Vor allem bei Langstreckenflügen sollten Sie während dem Fliegen öfter aufstehen und sich bewegen. Trinken Sie zudem ausreichend Flüssigkeit, am besten Wasser. Auch Kompressionsstrümpfe beugen vor. Ebenfalls kann ein blutverdünnendes Mittel vor dem Langstreckenflug als Spritze verabreicht werden. Dieses kann allerdings bei Verletzungen schwere Blutungen auslösen.

2. Dehydration

Bereits ein dreistündiger Flug kostet den Körper bis zu 1,5 Liter Wasser. Auch Schleimhäute in Mund und Nase trocknen aus. Im Flugzeug ist die Luftfeuchtigkeit sehr gering. Der Wert kann auf bis zu vier Prozent fallen. Aus diesem Grund wird der Körper besonders anfällig für Krankheiten.

Maßnahmen:

Trinken Sie ausreichend Wasser vor und während der Flugreise. Benutzen Sie Augentropfen und Feuchtigkeitscreme für die Haut. Waschen Sie sich gründlich die Hände und benutzen Sie Desinfektionsmittel.

3. Geschmacksverlust

Die Trockenheit sorgt auch für "schlechten Geschmack." Etwa ein Drittel der Geschmacksknospen werden im Flugzeug taub.

Maßnahmen:

Ausreichend Wasser trinken.

4. Sauerstoffmangel

Der erniedrigte Luftdruck kann ebenfalls zu Beschwerden führen. Die Kabine weist nur 75 Prozent des üblichen Luftdruckwertes auf. Folglich sinkt der Sauerstoffanteil im Blut. Mögliche Beschwerden sind Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen und das Zufallen der Ohren.

Maßnahmen:

Kauen Sie Kaugummi, schlucken Sie mehrmals oder bewegen Sie Ihren Kiefer, um die Ohren frei zu bekommen und trinken Sie genügend Wasser. Verzichten Sie auf alkoholische Getränke. Alkohol verlangsamt den Stoffwechsel und erschwert die Aufnahme von Sauerstoff.

5. Verdauungsbeschwerden

Der niedrige Luftdruck im Flugzeug führt dazu, dass sich der Körper aufbläht. Dadurch können leichter Verstopfungen und Magenbeschwerden auftreten.

Maßnahmen:

Viel Wasser trinken und ballaststoffreiche Lebensmittel zu sich nehmen.

6. Strahlung

Die Strahlungsbelastung während eines siebenstündigen Fluges ist ähnlich hoch, wie bei einer Röntgenaufnahme.

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