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Die besten Kräuter für den Magen

Diese Heilpflanzen halten den Magen gesund

Unser Magen stellt den Übergang zwischen Speiseröhre und Darm dar und nimmt somit eine zentrale Rolle im Verdauungsvorgang ein. In den meisten Fällen verträgt er eine ganze Menge. Er ist ständig aktiv, zerlegt mithilfe von eigens produzierten Enzymen die von uns aufgenommene Nahrung und prüft diese auf eventuell schädliche Mikroorganismen. Doch ab und an kann es vorkommen, dass der Magen aus dem Gleichgewicht gerät und Hilfe benötigt.

Behutsamkeit

Insbesondere die Schutzschicht der Magenschleimhaut spielt hier eine wichtige Rolle. Denn obgleich der Magen ein insgesamt widerstandsfähiges und robustes Organ ist, so ist die besagte Barriere sehr sensibel: Ein Zuviel an beispielsweise üppigem oder scharfem Essen, an Alkohol oder Nikotin kann schnell zu einer Schädigung der Schutzschicht und in weiterer Folge zu Magenproblemen führen. Magenschmerzen, Sodbrennen, Völlegefühl, Übelkeit und Bauchschmerzen im Allgemeinen sind die Konsequenzen. Hinzu kommt, dass im Magen und auch im Darm zahlreiche Nervenzellen im sogenannten „enterischen Nervensystem“ aktiv sind. Dieses tritt unentwegt mit unserem Gehirn in Verbindung. Folglich sind Magen und Darm eng mit unserer Psyche verknüpft – leiden wir also unter anhaltendem Stress, so belastet dies auch unseren Magen. Neben ausreichender Bewegung, Entspannung und Flüssigkeitszufuhr hält auch Mutter Natur zahlreiche Heilpflanzen und Kräuter bereit, die Magenproblemen auf sanfte und milde Art und Weise entgegenwirken. Wir haben eine kleine Kräuterapotheke für Sie zusammengestellt.

Kurkuma: gegen Entzündungen

Die Kurkuma gilt als eine der heilkräftigsten Pflanzen überhaupt. Ihr aktivster Wirkstoff ist das Curcumin, das unter anderem stark entzündungshemmend wirkt. Es kommt somit bei sämtlichen entzündlichen Erkrankungen des Verdauungstraktes wie Divertikulitis (Entzündung der Darmschleimhaut) zum Einsatz. Abgesehen davon wirkt Kurkuma anregend auf die Magensaft- und Gallensäureproduktion und kann somit bei chronischen Magenschmerzen- und -beschwerden Linderung verschaffen. Wird Kurkuma zusammen mit schwarzem Pfeffer eingenommen, so erhöht dies die Fähigkeit des Körpers, das heilsame Curcumin aufzunehmen, um ein Vielfaches.  

Haferflocken: binden Magensäure

Bei Sodbrennen (Reflux) steigt die Magensäure die Speisröhre hoch und verursacht so ein schmerzhaftes Brennen im Brust- und Halsbereich. Da Haferflocken  reich an Stärke sind, wird ihnen die Fähigkeit zuteil, besagte Säure zu binden. Abgesehen davon sind sie leicht verdaulich und stressen den Magen nicht unnötigerweise. Das ebenso in Haferflocken befindliche Eiweiß führt zu einer Freisetzung des Hormons Gastrin. Dieses wiederum wirkt im oberen Teil des Magens und trägt zu einer besseren Funktion des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre bei. Wichtig: Sie sollten die Haferflocken gut zerkauen, denn nur so kann sich ein schützender Schleim im Magen bilden.

Gelber Enzian: gegen Magenverstimmung

Die Bitterstoffe der Wurzel des gelben Enzians  regen die Magenschleimhaut zur vermehrten Sekretion von Magensäure an. So wird mehr Gallenflüssigkeit produziert und der Speichelfluss verstärkt. Dies wiederum regt die Verdauung an und trägt in weiterer Folge dazu bei, dass Beschwerden und Schmerzen im Zuge einer Magenverstimmung gelindert werden können.

Ingwer: wirkt Übelkeit entgegen

Der in Ingwer enthaltene Stoff Gingerol wirkt Übelkeit entgegen. Gingerol hat Einfluss auf die Rezeptoren des Botenstoffes Serotonin, der maßgeblich an Übelkeit und Brechreiz beteiligt ist. Vor allem bei Reiseübelkeit im Auto, Bus oder Flugzeug empfehlen sich Ingwertropfen, die in der Apotheke erhältlich sind.

Im Rhizom, also der Ingwerwurzel, befinden sich außerdem Zingiberol und andere ätherische Öle – Inhaltsstoffe, die ebenso beruhigend und stimulierend auf den Verdauungstrakt wirken (beispielsweise bei Verstopfung). Zudem unterstützt Ingwer die Verdauung von Proteinen und Fetten.

Kartoffeln: schützen die Magenschleimhaut

In den Kartoffelknollen befinden sich wertvolle Schleimstoffe, die sich über die Magenschleimhaut legen und diese
beruhigen und entspannen. Bei einer Entzündung der Magenschleimhaut vermag es allem voran der rohe Saft der Kartoffel, Linderung zu verschaffen. Dazu einfach zwei rohe, geschälte Knollen fein reiben oder pürieren und anschließend den Brei mithilfe eines engmaschigen Tuches oder Siebes ausdrücken. Den Saft kurz vor der Einnahme mit warmem Wasser verdünnen und eine halbe Stunde vor der Mahlzeit trinken.

Melisse: wirkt entkrampfend

Dem Zauberkraut wird allem voran eine beruhigende, krampflösende und den Gallenfluss fördernde Wirkung nachgesagt. Das ätherische Öl der Melisse enthält eine komplexe Mischung aus heilsamen Inhaltsstoffen. Die Hauptwirkstoffe hierbei sind Citral und Citronellal sowie Gerbstoffe und Flavonoide. Anwendung findet die Melisse insbesondere im Zuge leichter Stresssymptome, bei Nervosität und Unruhe sowie bei gewünschter Linderung krampfartiger Magen-Darm-Beschwerden. Abgesehen davon mildert die Melisse Beschwerden, die während einer Magenschleimhautentzündung auftreten können. Da Magen und Psyche eng miteinander verbunden sind, liegt einer Behandlung mit Melisse stets eine ganzheitliche Wirkung auf Körper und Seele zugrunde.

Schafgarbe: fördert die Ausscheidung der Galle

Dank ihrer reichen Vielfalt an Bitterstoffen wirkt die Schafgarbe hervorragend Verdauungsstörungen jeglicher Art entgegen. Abgesehen davon gilt sie als antibakteriell sowie krampflösend und fördert zudem die Ausscheidung der Galle. Insbesondere bei leichten bis mittelschweren Magen-Darm-Krämpfen und allgemeinen Reizzuständen des Magen-Darm-Bereiches kann das Gewächs wahre Wunder wirken und zu einer schnellen Besserung und Linderung der Symptome und Beschwerden führen.

Der Mund:

Der erste Schritt unserer Verdauung wird bereits im Mund vorgenommen. Durch Kauen im Mund wird die Nahrung mechanisch zerkleinert und gemeinsam mit dem Speichel gleitfähig gemacht. Dieser enthält das  Enzym Pytalin, das Stärke (Polysaccharide) in der Nahrung zu Malzzucker (Maltose) spaltet. Nicht zuletzt beinhaltet Speichel auch desinfizierende Substanzen.

Die Speiseröhre:

Die Speiseröhre (Ösophagus) befindet sich hinter der Luftröhre. Sie setzt sich aus vielen Ringmuskeln zusammen, die den zerkauten und zersetzten Nahrungsbrei  in wellenartigen Bewegungen in Richtung Magen drücken.

Der Magen:

Im Magen wird das Nahrungsgemisch durch peristaltische (wellenförmige) Bewegungen mit dem Magensaft vermengt. Ist die Nahrung ausreichend zersetzt, so schnürt sich der Magen ringförmig zusammen und schiebt die Nahrung portionsweise zum Pförtner am unteren Magenende.

Der Dünndarm:

Er besteht aus Zwölffingerdarm, Leerdarm und Krummdarm. An der Darmwand, die von einem feinen Netz aus Blutgefäßen überzogen wird, reihen sich die Darmzotten. Die über die Zotten aufgenommenen Nährstoffe gelangen in die Blutbahn.

Der Dickdarm:

Im Dickdarm beheimatete Organismen werden als Darmflora bezeichnet. Hier werden schwer verdauliche Pflanzenstoffe zersetzt. Nachdem der Speisebrei den Dickdarm passiert hat, ist der Verdauungsvorgang abgeschlossen. Hier erfolgt auch die Eindickung des Stuhls.

Der Enddarm:

Er ist das letzte Stück des Dickdarms und besteht aus Mastdarm und Analkanal, über welchen die Ausscheidung erfolgt.

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