Tipps für eine erholsame Nacht

Endlich besser schlafen

Auf Dauer kann schlechter Schlaf Körper und Geist belasten.

Rund ein Viertel aller Österreicher schläft schlecht. Dabei ist guter Schlaf besonders wichtig für die Regeneration von Körper und Geist. Lesen Sie hier, wie Sie Schlafstörungen erkennen und was Sie selber für eine erholsame Nacht tun können.

Etwa jeder vierte Österreicher leidet unter Schlafstörungen
Sie gehen regelmäßig früh ins Bett und sind am nächsten Morgen dennoch müde, unkonzen­triert und schlapp, als hätten Sie die Nacht durchgefeiert? Immer mehr Menschen leiden gelegentlich oder sogar häufig unter Schlafstörungen. Um endlich wieder gut schlafen zu können, muss man abklären, ob eine ernsthafte Schlafstörung – bedingt durch körper­liche oder psychische Ursachen – vorliegt oder einfach die sogenannte Schlafhygiene verbessert werden sollte. Wir haben für Sie die besten Schlaftipps zusammengestellt.
 

1. Störquellen entfernen

Meiden Sie Lichtquellen und verbannen Sie elektrische Geräte wie Handy oder Fernseher aus dem Schlafzimmer. Der grelle Schein von Neonröhren, Bildschirmen, Nachttischlampen bringt die innere Uhr aus dem Takt und stört den Schlaf. Auch Fußbodenheizungen unter dem Bett können die Ursache für Schlafstörungen sein.

Tipp: Hilfsmittel Schlafmasken schirmen die Augen von Lichtquellen ab und verbessern so die Schlafqualität.

2. Richtig essen

Die goldene Regel lautet: Nicht mit vollem Magen ins Bett gehen. Die letzte Mahlzeit sollte idealerweise spätestens drei Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden, da sonst der Körper mit der Verdauung beschäftigt ist. Essen Sie abends keine schwer verdaulichen Lebensmittel und bevorzugen Sie kleine Portionen.

3. Ausreichend bewegen

Wer sich tagsüber viel bewegt, kann abends besser schlafen. Sport macht müde und hilft, den Stress abzubauen. Allerdings sollten Sie Ihr Sportprogramm lieber nicht zu kurz vorm Schlafengehen absolvieren. Die körperliche Anstrengung stimuliert das Nervensystem und lässt die Bettschwere eventuell erst einige Stunden später einsetzen.

4. Kein Koffein und kein Alkohol

Während manche problemlos einen Espresso am Abend vertragen, müssen andere bereits am frühen Nachmittag auf Koffein verzichten, um sich nachts nicht ruhelos im Bett zu wälzen. Finden Sie heraus, wann Koffein noch guttut, und reduzieren Sie eventuell anregende Getränke am Abend. Ein Gläschen Alkohol vor dem Schlafen ist oft eine gute Einschlafhilfe, die Tiefschlafphase wird dadurch jedoch verkürzt und die Schlafqualität leidet. Also: Alkohol ist auch keine Lösung!

Info: Menschen, die schlecht schlafen, sind anfälliger für Krankheiten oder für Depressionen. Auch Übergewicht wird mit Schlafproblemen in Verbindung gebracht.

5. Abschalten

Versuchen Sie, abends richtig abzuschalten. Ein warmes Bad, ein Abendspaziergang, Musik hören oder lesen – finden Sie heraus, was Sie entspannt. Auch wenn es nicht bewiesen ist, manchen Menschen hilft das gute alte Hausmittel beim Einschlafen: ein Glas warme Milch mit Honig vor dem Zubettgehen.

6. Schlafrhythmus

Möglichst oft zur selben Zeit ins Bett gehen und den Wecker für den Morgen auf die gleiche Uhrzeit stellen, das trainiert den Schlafrhythmus. Wichtig für eine entspannte Nacht ist auch eine angenehme Umgebung. Das Zimmer sollte ruhig, dunkel und die Temperatur nicht über 18 Grad liegen.

Übrigens: 20 Mal aufwachen in der Nacht ist völlig normal, wir merken es nur nicht. Erst wenn die Wachphase länger als fünf Minuten anhält, können wir uns morgens daran erinnern.


 

Das sind die häufigsten Schlafstörungen
Insomnien:
Die Insomnie bezeichnet eine Ein- und Durchschlafstörung.  Die Ursachen können vielfältig sein: Umwelteinflüsse wie Lärm oder störendes Licht, Belastungssituationen, bestimmte Substanzen (Koffein, Alkohol) sowie körperliche oder psychische Erkrankungen. Die meisten Insomnien sind gut behandelbar.

Atmungsstörungen:
Schlafbezogene Atmungsstörungen (Schlafapnoe) entstehen, wenn sich die oberen Atemwege während der Nacht verschließen. Dies führt zu Erregungsphasen und unbewusstem Erwachen mehrmals pro Stunde. Dadurch leidet die Schlafqualität, was zu Tagesmüdigkeit und Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems führt.

Hypersomnien:
Schlafstörungen, die durchein exzessives Tagesschlafbedürfnis gekennzeichnet sind, können als Symptom verschiedener Erkrankungsbilder auftreten. Beispielsweise können neurologische (bei Narkolepsie) oder psychiatrische (etwa bei Schizophrenie) Erkrankungen vorliegen.  

Parasomnien:
Darunter versteht man episo­dische Unterbrechungen des Schlafprozesses durch ungewöhnliche körperliche Phänomene oder Verhaltensweisen wie Alb­träume oder Schlafwandeln.

Bewegungsstörungen:
Zu den schlafbezogenen Bewegungsstörungen zählen unwillkür­liche periodische Bewegungen der Gliedmaßen (Restless-Legs-Syndrom), aber auch Zähneknirschen oder Zusammenbeißen der Zähne während der Nacht.  

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