Immunsystem stärken

So starten Sie gesund in den Herbst

Hatschi! Der Herbst klopft an die Türe und mit ihm leider auch lästige Erkältungsviren. So können Sie sich wappnen:

Die Tage werden kürzer, die Blätter segeln von den Bäumen und die Temperaturen fallen – der Herbst ist da. ­Unglücklicherweise haben viele von uns während der kühlen Monate des Jahres sehr häufig mit Grippe- und Erkältungsviren zu kämpfen. Erwachsene erkranken durchschnittlich mindestens zweimal im Jahr an einer Atemwegs­infektion, Kleinkinder sind an die sechs- bis zehnmal im Jahr erkältet. Wer jedoch rechtzeitig gegensteuert, sein Immunsystem stärkt und für sich und seine Liebsten gerade im Herbst auf einen gesunden ­Lebensstil achtet, der hat gute Chancen, dieses Jahr verschont zu bleiben.

Achtsamkeit im Alltag
Für eine optimal funktionierende Immunabwehr braucht der Körper allerhand Vitamine und Nährstoffe. Vitamin A, B, C, D sowie Eisen, Selen und Zink werden hauptsächlich über die Nahrung zugeführt. Achten Sie daher auch im Herbst darauf, abwechslungsreich und ausgewogen zu essen. Im Darm sitzen immerhin 80 Prozent unserer körpereigenen ­Immunabwehr. Auch die Schleimhaut von Hals, Nase und Rachen zählt zu den wichtigsten Wächtern unserer Gesundheit. Sie sollte gut vor dem Austrocknen geschützt werden, um Erreger effektiv ­abwehren zu können. Generell gilt es, sich ausreichend zu bewegen. Genießen Sie die letzten warmen Sonnenstrahlen (­regen die Vitamin-D-Produktion an) bei einem Spaziergang an der frischen Luft – Ihr Immunsystem und Ihre Laune profitieren mit Sicherheit davon.

Kräuterkraft

Abgesehen von jenen gesundheitlichen Aspekten, die wir selbst in der Hand ­haben, leistet auch Mutter Natur einen großen Beitrag, wenn es darum geht, Schnupfen und Husten vorzubeugen. Viele von uns haben in der Hektik des Alltags keine Geduld für eine Behandlung auf pflanzlicher Basis. Viel zu schnell und oftmals unüberlegt machen wir Gebrauch von stärkeren medizinischen Arzneimitteln. Umso wichtiger erscheint es daher, rechtzeitig und präventiv zu natürlichen Helfern wie Kräutern zu greifen. Beispielsweise Echinacae, die purpurfarbenen Sonnenhüte, feuert unser Immunsystem so richtig an und beugt einer Erkältung mit geballter Pflanzenkraft vor.

Vertrauen in den Körper

Trotz oder vielleicht auch gerade aufgrund ihres stressigen Alltagslebens ­suchen immer mehr Menschen nach alternativen und nebenwirkungsfreien Möglichkeiten, ihr eigenes Immunsystem in die Pflicht zu nehmen. Die beliebteste alternativmedizinische Heilmethode ist hierzulande nach wie vor die ­Homöopathie. Obgleich ihre Wirkung wissenschaftlich nicht erwiesen ist, erfreut sie sich steigender Nachfrage – insbesondere im Kampf gegen die herbstlichen Schnupfenviren. Da vor allem Klein­kinder, deren Immunsysteme sich sozusagen noch im „Trainingslauf“ befinden, sehr häufig erkältet sind, stellt die Homöopathie für viele Eltern eine attraktive Möglichkeit zu Prävention und Behandlung dar. Auch Schüssler-Salze gelten als sanfte Option im Kampf gegen eine rinnende Nase oder einen kratzenden Hals. Sie sorgen durch ihre schnelle Aufnahme in der Zelle für die Wiederherstellung eines ­gestörten Mineralhaushaltes. Dieser Ausgleich des Mineralstoffmangels führt im Optimalfall zu einer Rückkehr der Selbstheilungskräfte des menschlichen Organismus. Wer achtsam mit sich selbst sein möchte, und Vertrauen in den eigenen Körper und dessen Kräfte zur Selbstheilung hat, der ist mit homöopathischen Mitteln und Schüssler-Salzen bestimmt gut und auf sanfte Art und Weise beraten. Denn gerade darum geht es, wenn von Prävention im Zusammenhang mit unserem Immunsystem die Rede ist – dem Körper die richtigen Anreize zu geben, sodass er im Krankheitsfall richtig ­reagieren und Erreger effektiv bekämpfen kann. Der Herbst kann also kommen, denn wir sind gewappnet.

Ferrum Phosphoricum

Volle Power Das Schüssler-Salz mit der Nummer drei stärkt unsere Abwehrkraft und lädt unsere körpereigenen Energieakkus auf. Es wirkt auf die Atemwege, kurbelt den Stoffwechsel an und wirkt auch im Akutfall gegen Fieber, Schmerzen oder Wunden. Als Bestandteil unseres Blutfarbstoffes Hämoglobin spielt Eisen (Ferrum) eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern und in weiterer Folge Infekten. Daher gilt Ferrum Phosphoricum als Hauptmittel zur Vorbeugung von Atemwegsinfekten. Wer sich zerschlagen und kränklich fühlt, sollte daher an einen heißen „Ferrum-Drink“ denken: Einfach einige Tabletten Nummer drei in heißem Wasser auflösen und schluckweise trinken.

Kalium Chloratum

Entgiftung Das Schüssler-Salz mit der Nummer vier regt die Ausscheidung ­belastender chemischer Stoffe an. Es eignet sich einerseits gut, um Entzündungen entgegenzuwirken, andererseits hat es einen positiven Effekt auf die Schleimhäute, die zu den wichtigsten Wächtern unserer Gesundheit zählen.
 

Echinacae

Flowerpower Die Echinacea oder Sonnenhut gilt als wirkungsvollstes Gewächs, das bei der Vorbeugung von Krankheiten zum Einsatz kommt. Sie heizt unserem Immunsystem so richtig ein und macht es fit für den Winter. Wer jetzt schon damit beginnt, täglich zwei Teelöffel Echinacea-Tropfen zu sich zu nehmen, der macht sein Immunsystem fit für kalte und nebelige Tage.

Birkenblätter

Nährstoffbomben Wir alle sind uns bewusst, wie sie aussehen, doch nur die wenigsten unter uns wissen um ihrer Wirkung auf unsere Gesundheit Bescheid. Birkenblätter enthalten zahlreiche wichtige Nährstoffe, die das Immunsystem stärken und bei seiner Arbeit unterstützen: Aminosäuren, Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Zink und Vitamin C. Zudem wirken Birkenblätter entzündungshemmend und entgiftend (fördern die Ausscheidung von Harnsäure). Außerdem ­mindern sie Wassereinlagerungen und stärken die Nieren. Anwendung: Mit frischen Birkenblättern können Sie Ihren Salat aufpeppen oder Sie verarbeiten die Blätter zu ­einem Tee. Birkensaft (auch Birkenwasser genannt) hat einen gurkig-frischen ­Geschmack, gilt als idealer Muntermacher und wirkt somit dem Herbstblues entgegen.

Gänseblümchen

Vitamin-C-Bomben Im Volksmund heißt es: Wer die ersten drei Blüten im Jahr, die er sieht, isst, wird das ganze Jahr über von ­Erkältungen verschont bleiben. Gänseblümchen gelten als Wetterorakelpflanzen, da sich bei Regen die Blüten schließen. Sie enthalten Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, ätherische Öle, Vitamin A, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und siebenmal mehr Vitamin C als grüner Salat.
Anwendung: Gießen Sie mit ein bis zwei Teelöffel Gänseblümchen einen Tee auf – das stärkt und wärmt.
 

Hypericum

Stimmungsbooster Wenn die Tage immer kürzer werden, überkommt viele von uns betrübte Stimmung. Doch hier ist das ­Gegenmittel: Hypericum perforatum (Johanniskraut) wirkt stimmungsaufhellend, stresslösend und somit Depressionen entgegen. Bedingt durch einen Mangel an ­Sonne und Licht, leiden viele Menschen hierzulande an einer Art Herbstblues. ­Depressive Verstimmungen kosten und Kraft und wirken sich somit negativ auf das Immunsystem und die körperliche Gesundheit aus. Aufgrund seiner positiven Auswirkung auf die Psyche schafft Hypericum hier Abhilfe. Zudem eignet es sich gut bei starken Schmerzen von nervenreichem Gewebe, also zum Beispiel bei gequetschten ­Fingern, Nägeln oder Zehen.

Aconitum

Akuthilfe Aconitum wird als „Anfangsmittel“ eingesetzt und hilft zudem besonders gut, wenn der Erkrankte gerade noch bei voller Gesundheit war, sich mit einem Mal aber ängstlich, ruhelos und/oder schwach fühlt, vor allem nach Aufenthalt im kalten Wind. Oder aber plötzlich hohes Fieber hat, wie es auch häufig bei Kindern der Fall ist. Wer dann sofort und konsequent die Kügelchen einnimmt, kann den Beginn des ­Infekts verhindern oder zumindest den Verlauf mildern.

Thuja

Power für die Bronchien Geeignet für ­Personen, die häufig an Entzündungen der Atemwege und Nasennebenhöhlen leiden. Kann längerfristig zur Stärkung des Immunsystems eingenommen werden.
 

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