Impotenz

Alles über Impotenz.

Als erektile Dysfunktion (erektile Impotenz) wird eine Form der Potenzstörung bezeichnet. Wenn ein Mann mindestens sechs Monate oder länger nicht fähig ist eine Erektion zu bekommen spricht man von Impotenz. Sie tritt bei cirka jedem zweiten Mann über 40 Jahren zumindest zeitweise auf und nimmt mit steigendem Alter zu. Ist eine erektile Dysfunktion schon immer vorhanden gewesen bezeichnet man sie als primäre Erektionsstörung. Tritt sie dagegen spontan oder nur in bestimmten Situationen auf, so handelt es sich um eine sekundäre Erektionsstörung.

Symptome
Ein Anzeichen für Impotenz ist das Ausbleiben einer Erektion (Versteifung des Gliedes). Auch eine nicht andauernde Erektion wird unter dem Begriff Impotenz verstanden. Gleichzeitig können sich sexuelle Funktionsstörungen bei Betroffenen zeigen: darunter vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox) oder verzögerter Samenerguss (Ejaculatio retarda). Impotenz führt bei Patienten oft zu einem verminderten Selbstwertgefühl, häufig beeinträchtigt es die Lebensqualität.

Ursachen
In 70-80 % der Fälle handelt es sich um körperliche Ursachen.
Zu den möglichen körperlichen Ursachen einer erektilen Dysfunktion zählen:
 

  • Durchblutungsstörungen
  • Arteriosklerose
  • erhöhter Blutzucker (Diabetes mellitus)
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Hodenentzündung
  • Nebenhodenentzündung
  • Prostataentzündung
  • Hormonstörungen
  • chronisches Nierenversagen
  • chronisches Leberleiden
  • vorhergehende Gefäßoperationen im Bauchraum
  • Blasen- und Darmoperationen
  • Bestrahlung im kleinen Becken
  • neurologische Erkrankungen (z.B. multiple Sklerose, Polyneuropathie)
  • Querschnittslähmung

Diagnose
In einem Patientengespräch wird mit dem Arzt ausführlich über das Problem gesprochen. Impotenz hat meist vielfältige Ursachen, zunächst wird abgeklärt ob es sich um ein körperliches oder psychisches Problem handelt. Treten nachts oder morgens spontane Erektionen auf, kann man körperliche Ursachen ausschließen.  Folgende Verfahren können zur Untersuchung des Gliedes zum Einsatz kommen:

  • Schwellkörper-Injektionstest (SKIT)
  • Farb-Dopplersonographie
  • Kavernosographie
  • Neurologische Untersuchung

Therapie
In vielen Fällen lässt sich Impotenz mit Medikamenten behandeln. Nur in seltenen Fällen sind chrirugische Eingriffe nötig. Sogenannte Phosphodiesterasehemmer (PDE-Hemmer) steigern die Durchblutung des Penis und helfen eine Erektion zu erreichen und aufrecht zu erhalten. Die Tabletten werden in der Regel kurz vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen und nicht häufiger als einmal in 24 Stunden.

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