Neue Studie

So unterschiedlich wirkt Alkohol bei Frauen und Männern

Eine Studie aus den Niederlanden könnte einen wichtigen Schlüssel zur Alkohol- und Suchtforschung entdeckt haben

Alkoholkonsum ist in vielen Ländern ein integraler Teil des Soziallebens. Viele Studien belegen, dass Frauen Alkohol weniger gut vertragen als Männer. Doch nicht nur in der Alkohol-Toleranz gibt es deutliche Geschlechter-Unterschiede.

Gehirnaktivität bei Alkoholkonsum
Eine neue Studie des European College of Neuropsychopharmacology in den Niederlanden konnte nun ein interessantes Phänomen belegen, wie die Online-Plattform Businessinsider.de schreibt: Alkoholkonsum hat für das weibliche Gehirn weniger schädliche Folgen als für das männliche. Die Testpersonen waren Frauen und Männer zwischen 23 und 28 Jahren, die als „starke Trinker“ kategorisiert werden konnten. Im Rahmen der Studie wurde entdeckt, dass es Unterschiede in der Gehirnaktivität zwischen den Geschlechtern gibt.

Die Studienautorin Outi Karree gab an, dass Alkohol bei Männern ausgeprägtere Veränderungen in der Neurotransmission verursacht als bei Frauen. Im Speziellen geht es um die A- und B-Rezeptoren, die – wie Tierversuche nahelegen – das Trinkverhalten (A) und das Verlangen nach Alkohol (B) beeinflussen. Bei Männern werden bei Alkoholkonsum sowohl A- also auch B-Rezeptoren beeinflusst, bei Frauen nur A-Rezeptoren. Dieses Ergebnis könnte auf einen der Gründe hindeuten, warum Männer ein doppelt so hohes Alkoholsucht-Risiko haben. Die Ergebnisse der Studie könnten für die zukünftige Suchtforschung sehr wichtig sein.

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