Heilsame Natur

Die 20 besten Hausmittel

Die Natur hält effektive Heilmittel bereit.

Die moderne Medizin und die breite Verfügbarkeit von hochwirksamen Medikamenten verleiten uns dazu, häufig auf sie zurückzugreifen. Doch oftmals benötigt es keine chemischen Wirkstoffe, sondern nur ein paar Zutaten aus dem Vorratsschrank.

Ein Grummeln im Magen, ein Schmerz hinter der Stirn und schon greifen viele Menschen in den Medizinschrank. Viele häufige Beschwerden lassen sich sich jedoch auch ganz ohne Medikamente rasch und effektiv lindern. Oftmals reicht dafür der Griff in den Küchenschrank.
Potente Hausmittel geraten ob der Fülle an pharmazeutischer Hilfe leider oft in Vergessenheit – zu Unrecht. Wir haben einige der besten zusammengesucht.

1 (Reise-)Übelkeit und Verdauungsbeschwerden

Urlaubsreisen schlagen sich oftmals auf die Verdauung nieder. Ob Übelkeit aufgrund langer Anfahrten oder ein sensibler Darm, der mit veränderten Hygieneverhältnissen nicht ganz zurechtkommt – diese Hausmittel helfen jetzt:


Ingwer gegen Übelkeit: Die ätherischen Öle und Scharfstoffe in Ingwer lindern Übelkeit. Sie können frische Ingwerstücke kauen oder sie zum Tee aufbrühen.

Fenchel, Anis, Kümmel bei Blähungen: Wenn’s in der Magengegend zwickt oder Blähungen sich breitmachen, dann helfen Fenchel– oder Anistee in der Regel sehr gut. Eine Teemischung aus Fenchel, Anis und Kümmel tut besonders gut.

Morosche Karottensuppe bei Durchfall: Die Suppe ist besonders schonend und reguliert die Darmtätigkeit. In kleinen Mengen löffeln (Rezept s. nächste Seite).

Dörrpflaumen bei Verstopfung: Die Pflaumen bringen den trägen Darm in Schwung – einfach ein paar Stücke davon naschen. Bei akuter Verstopfung: Vier Dörrpflaumen und eine Feige mit lauwarmem Wasser begießen, bis sie bedeckt, sind und einige Stunden oder über Nacht stehen lassen. In der Früh die Flüssigkeit trinken und die Früchte essen. Nach ein paar Stunden sollte die abführende Wirkung einsetzen.

Essig und Zucker bei Schluckauf: Die Körperreaktion ist harmlos aber dennoch lästig. Sofort-Hilfe: 1 Teelöffel Zucker mit circa vier Tropfen Essig einnehmen (Nicht für Diabetiker geeignet!).

2. Haut und Sonnenbrand

Leidtragende im Sommer ist besonders häufig die Haut: Sonnenschäden stehen jetzt an der Tagesordnung, ebenso wie Austrocknung..

Topfenpackung bei Sonnenbrand: Kühlende Hilfe bei Sonnenbrand: Topfen auf die betroffene Stelle auftragen und mindestens eine Stunde einwirken lassen.

Aloe vera bei trockener Haut: Das Gel der Aloe-Pflanze spendet viel Feuchtigkeit und beruhigt auch sonnengereizte Haut. Einfach das Gel aus einem Aloe-Blatt
lösen und direkt auf die Haut auftragen.

Essig bei Verbrennungen: Bei Verbrennungen und Verbrühungen hilft der saure Essig, die Schmerzen schnell zu lindern: Mischen Sie Essig und Wasser im Verhältnis 1:1 und tränken Sie ein sauberes Tuch in der Mischung. Tuch um die verbrannte Stelle wickeln.

3. Kopfschmerzen und Migräne

Sie können uns im Alltag stark beeinträchtigen und die Lebensqualität beträchtlich senken – Kopfschmerzen. Diese Hausmittel können rasch helfen:

Pfefferminzöl bei Spannungsschmerz: Reiben Sie ein paar Tropfen hochwertiges Pfefferminzöl auf die Schläfen.

Wasser trinken: Kopfschmerzen gehen oftmals mit Dehydrierung einher. Ein großes Glas Wasser trinken und 30 Minuten abwarten. In vielen Fällen reicht dies, um (leichte) Kopfschmerzen zu vertreiben.

Melissengeist gegen Schmerz: Einige Tropfen Melissengeist können Schmerzen vertreiben (Achtung: hoher Alkoholgehalt!).

Ingwer und Chrysantheme bei Migräne: Diese Teemischung kann beginnende Migräne lindern: Einen Teil klein geschnittenen Ingwer mit einem Teil Chrysantheme (in der Apotheke erhältlich) mischen und mit kochendem Wasser aufgießen. Nach 15 Minuten Ziehzeit langsam trinken.

Kaffee (mit Zitrone) bei Migräne: Koffein erweitert die Blutgefäße und kann in manchen Fällen den Druckschmerz lindern. Bahnt sich eine Migräne an, heißt es schnell reagieren: Eine Tasse schwarzen Kaffee aufbrühen (ohne Zucker o. Ä.) und möglichst bald trinken. Variante: In den fertig gebrühten Kaffee den Saft einer halben Zitrone geben (senkt das Schmerzempfinden) und schluckweise trinken.

4. Muskeln und Gelenke

Sie sind beim Spazieren umgeknickt, haben Verspannungen im Rückenbereich oder die Arthrose im Knie meldet sich schmerzhaft zu Wort?


Topfenwickel gegen Schwellungen: Das Milchprodukt kühlt nicht nur, sondern lindert auch Entzündungen, Schwellungen und Prellungen. Den Topfen auf ein dünnes Baumwolltuch oder Mulltuch streichen und um die entsprechende Körperstelle (z. B. Knöchel, Knie, Handgelenk usw.) wickeln. Mindestens eine Stunde wirken lassen.

Wärmesalbe bei Verspannungen: Bei muskulär bedingten Rückenschmerzen ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben, um Verspannungen zu lockern. Wärmende Salben und Umschläge helfen dabei, den Schmerz zu lindern und so mehr Bewegung zu ermöglichen.

Dusche bei Muskelschmerz: Eine warme Dusche kann Verspannungen lindern. Zusätzlich helfen Dehnübungen.

5. Schnupfen, Husten, Halsschmerzen & Co.

Gegen lästige Erkältungskrankheiten sind viele Hausmittel gewachsen. Zwiebel-Hustensaft: Reizhusten kann nicht nur schmerzen, sondern auch die Nachtruhe erschweren. Zwiebel wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und ergibt gemischt mit Honig ein potentes Mittel gegen Husten.


Salbeitee gegen Halsschmerz: Salbei ist ein besonders wirksames Kraut bei Halsschmerzen und Entzündungen im Rachen- und Mundraum. Tee frisch aufbrühen und nach kurzer Abkühlzeit gurgeln, am besten einige Male täglich.

Salz-Inhalation bei verstopfter Nase: Inhalieren befreit verstopfte Atemwege und lässt Schleimhäute abschwellen. So geht’s: 1 Teelöffel Meersalz mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen und die Dämpfe unter einem Handtuch ca. 10 Minuten lang tief einatmen. Am besten dreimal täglich.

„Zwiebelwatte“ bei Ohrenschmerzen: Zwiebel hilft auch gegen Ohrenschmerzen: Frische Zwiebel durch eine Knoblauchpresse drücken und zwei Wattebäusche in dem Saft tränken. Die getränkte Watte locker in die Ohren stecken und ein paar Stunden wirken lassen.
 

❯❯ Wann zum Arzt?

Nicht immer ist es ratsam, auf Hausmittel und „Selbstverarztung“ zu vertrauen. Vor allem in diesen Fällen sollten Sie unbedingt Ihren praktischen Arzt zurate ziehen:

l Die Beschwerden bessern sich nicht oder halten länger als zwei oder maximal drei Tage an.

l Fieber tritt ein

l Bei Säuglingen und Kleinkindern  sollte der Arztbesuch sofort bei Erkrankungsfall erfolgen.

l Bei Husten mit Auswurf, vor allem, wenn dieser gelblich oder grünlich verfärbt ist.*

l Wenn Sie bereits chronische Erkrankungen haben oder allgemein nicht bei bester Gesundheit sind.

l Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, die „anfällig“ für Wechselwirkungen sind.

l Wenn Sie körperlichen Berufen nachgehen und die Erkrankung Sie gefährdet.

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