Studie

So viel wiegt Österreich

„Der Speck muss weg-Report“: Abnehmen ist ein gewichtiges Thema in Österreich.

Die Österreicher möchten insgesamt um 44.000 Tonnen leichter werden. Das fand man im Rahmen einer Studie, die das Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com durchgeführt hat. Das Thema der Befragung: Wie wohl sich die Österreicherinnen und Österreicher in ihrer Haut fühlen und wie sie den eigenen Körper optimieren wollen.

Die durchschnittliche Österreicherin ist 1,65 Meter groß und wiegt 64 Kilogramm. Herr Österreicher bringt bei einer mittleren Körpergröße von 1,79 Meter im Durchschnitt 82 Kilogramm auf die Waage. Knapp 45% fühlen sich im Großen und Ganzen mit ihrer Figur wohl, während nur jeder Fünfte sich nicht so recht damit anfreunden kann. Hinsichtlich des Körpergewichtes ist das Wohlbefinden etwas niedriger. Nur etwa 4 von 10 Österreichern sind mit ihrem Gewicht zufrieden, ein Drittel im Gegensatz dazu unzufrieden. Der geringste Anteil der Unzufriedenen ist mit etwa jedem Zehnten bei den unter- und normalgewichtigen Österreichern zu finden, wobei erstere 7% und letztere etwa 38% der Gesamtbevölkerung ausmachen. Die übrigen 55% der österreichischen Bevölkerung gelten nach der BMI-Klassifikation als übergewichtig oder adipös. „Mit dem Gewicht steigt auch die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper“, führt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com, aus. „Bei Übergewicht sind 41%, bei Adipositas sogar 70% der Betroffenen unzufrieden mit dem eigenen Körpergewicht“, so der Marktforscher weiter.

Zwei Drittel wollen abnehmen

Gut zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher würden gerne abnehmen, wobei vor allem die Frauen die Kilos purzeln lassen wollen. Über drei Viertel der weiblichen Befragten würden sich eine Reduktion des eigenen Gewichtes wünschen. Ein Verlust von 10 Kilogramm an Körpergewicht soll es im Idealfall bei Herrn und Frau Österreicher sein.

Bauch ist Problemzone Nummer 1

Dabei besteht bei einigen Körperstellen mehr Luft nach oben als bei anderen. Der Bauch stellt mit großem Vorsprung für 75% der Befragten die Problemzone Nummer 1 dar. Deutlich dahinter folgen Beine, Brust und Po, die etwa von jedem vierten bis fünften Österreicher am eigenen Körper bemängelt werden.

Um die ungeliebten Fettpölsterchen loszuwerden und das Gewicht zu reduzieren, gelten  Sport (89%) und eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten (86%) klar als beste Strategien. Diäten und Fasten werden ebenfalls von 37% der Befragten als sinnvoll eingeschätzt. Im Gegensatz dazu können der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln (11%) sowie kosmetische und chirurgische Eingriffe (jeweils 6%) nur bedingt von ihrer Sinnhaftigkeit überzeugen. Knapp 16% der Österreicherinnen und Österreicher wären theoretisch jedoch bereit, sich für eine Gewichtsreduktion unters Messer zu legen.

Österreich fastet und hält viel Diät

Frauen blicken durchschnittlich auf eine Anzahl von 5,1 Diäten zurück, während Männer mit 2,3 Diäten seltener bewusst auf Nahrungsmittel verzichtet haben. Jedoch setzen vor allem adipöse Menschen ihre Hoffnung in diese Strategie zur Gewichtsreduktion. Mit durchschnittlich 8,4 Diäten liegen sie weit vor jenen Personen mit Über- (2,7 Diäten) und Normalgewicht (2,2 Diäten). Das Ergebnis des Fastens und Verzichtens ist allerdings meist ernüchternd: Nur 3 von 10 Österreicherinnen und Österreichern sind mit dem Erfolg ihrer Magerkost-Erfahrung zufrieden.

Für gut ein Drittel werden Diät-Erfolge außerdem als nicht nachhaltig eingeschätzt. Problematisch ist für 4 von 10 Befragten auch die geforderte und notwendige Selbstdisziplin. Das hohe Maß an Konsequenz und Durchhaltevermögen sei oftmals schwer umzusetzen ist.

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