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Durchbruch in der Forschung

Bluttest erkennt Brustkrebs

Heidelberger Wissenschaftler entwickeln Bluttest, der Brustkrebs im Frühstadium erkennen soll. Noch heuer soll der Test auf den Markt kommen.

Statistisch gesehen ist jede achte Frau im Laufe ihres Lebens mit der Schockdiagnose konfrontiert. Laut neuen Zahlen der Statistik Austria entfielen im Jahr 2016 29 Prozent der Neuerkrankungsfälle bei Frauen sowie 17 Prozent aller Krebssterbefälle auf Brustkrebs. Damit war er bei Frauen auch die häufigste krebsbedingte Todesursache. Die beste Strategie im Kampf gegen das sogenannte Mammakarzinom ist nach wie vor die Früherkennung. Neben der ärztlichen Tastuntersuchung, der Selbstuntersuchung und der Mammographie soll nun bald eine weitere Vorsorgemethode auf den Markt kommen. Ein von deutschen Ärzten entwickelter Bluttest soll nicht nur mit hoher Treffsicherheit Brustkrebs erkennen, sondern auch früher Alarm schlagen.
 

Bluttest soll noch heuer kommen

Prof. Christof Sohn, dem ärztlichen Direktor der Unifrauenklinik Heidelberg, und seinem Team ist der Durchbruch gelungen. Gegenüber der Bild-Zeitung erklärte er die Methode: „Der Test soll ein Frühwarnsystem sein, um Frauen zu weiteren Untersuchungen zu überweisen. Er hat mehrere Vorteile: Im Blut wird Krebs entdeckt werden können, noch bevor er mittels bildgebender Verfahren sichtbar wird. Im MRT sieht man Tumore erst ab 5 Millimetern Größe - dann sind aber schon Millionen Krebszellen vorhanden!" Der Test soll auch weniger aufwändig sein und die Patientin keiner Strahlenbelastung aussetzen. Ab einem Alter von 30 Jahren soll er regelmäßig zum Einsatz kommen. „Wir möchten mit unserem Blut-Test möglichst sicher sagen können, ob eine Frau an Brustkrebs erkrankt ist. Das gelingt im Moment in 75 Prozent der Fälle“, erklärt der Mediziner.

Noch heuer soll der Test auf den Markt kommen. Parallel dazu forscht das Heidelberger Team bereits an einem Test für Eierstockkrebs, für welchen es bislang noch keine Früherkennungsmethode gibt.

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